musikkritik.org Das Textlager

Das Echo der Masse. Foto: Hufner

Netzklang-Feature: Paul Abraham

Ich weiß ja immer noch nicht, was nun anders ist am Podcast, als am sonstigen Produzieren von Müll. Erinnert mich an Weblog-Systeme. Großer Bohei um ein kleines Feature: Content Management für (fast) alle. Also, nenne ich es einfacherweise Netz-Klang-Feature. Mein Netzklang-Feature befasst sich in kurzen 15 Minuten mit Paul Abraham. Wikipedia weiß nicht viel....

Theater Freiburg. Kontakt

Der Theater-Website-Check: Theater Freiburg

Erster Eindruck: aufgeräumt. Zweiter Eindruck: unbunt! Dritter Eindruck: plakativ und formalistisch. Vierter Eindruck: zu viel von zu wenig. Die Seite des Theaters Freiburg macht es einem nicht leicht, obwohl sie so „leer“ daherkommt. Man will sich auf das Wesentliche beschränken, einerseits (siehe Navigationsleiste mit nur vier Einträgen) und stellt die Typographie in den Vordergrund...

Newmusic Report

Link-Tipps 2018/07: Blogs und Reports

Ohne Blogs ist das Musikleben nur ein Irrtum, könnte man Friedrich Nietzsche paraphrasieren. Denn nach wie vor findet man hier häufig genug jene ehrenamtliche Erkenntnisschau, die sonst vom Geschäftssinn okkupiert wird. Natürlich nicht immer. Weder auf der einen wie der anderen Seite. Wenn Blogs aber wirklich inhaberinnengeführt sind, darf man sich freuen so wie...

Music for Hotel Bars – zwischen Gesamtkunstwerk und Muzak. Foto: Hufner

Nachschlag: Design & Bewusstsein

Der Besuch eines Konzertes kann ein Erlebnis sein, er kann auch Raum für Erfahrungen sein. Im besten Fall ist er beides. Im schlechtesten Fall ist er ein reines Event mit Klangbeteiligung bei Gästeanwesenheit. Nicht immer kann man das alles genau auseinanderhalten. Erste Szene: Ein Hotel in Berlin Mitte, Dienstag abends. Der Komponist Mark Barden...

Kulturstaatsministerin Monika Grütters bei ihrer Begrüßungsrede. Foto: Martin Hufner

Kein Algorithmus, wo man mitmuss – Der 1. Musikwirtschaftsgipfel in Berlin als praktizierte Traumschlägerei

Der Anspruch war nicht gering. „Beim Musikwirtschaftsgipfel diskutierten am 14. Juni 2018 die 16 wichtigsten Verbände und Institutionen der Musikbranche öffentlich mit hochkarätigen Vertretern der Bundesregierung und Opposition.“ Großspurig, denn das Ganze fand ganz ohne Beteiligung des Deutschen Musikrates, ohne Beteiligung von Medienvertreterinnen oder Stellungnahmen seitens der musikpädagogischen Verbände statt. Da weiß man, was...

Fort / Da III mit dem Solistinnenensemble Kaleidoskop. Foto: Hufner

Komplizenschaft im Nebel – Das Solistenensemble Kaleidoskop im Berliner Radialsystem V

Das Solistenensemble Kaleidoskop bestreitet keine „normalen“ Konzerte. Es „performt“. Das heißt, es setzt seine Konzertdramaturgie fein abgestimmt auf die Werke und ihre Kombination im räumlichen und klanglichen Zusammenhang ein. Das geht mal schlechter auf, mal besser. Bei ihrem Abend „Fort / Da III – Unboxed (Clear Sky Remix) “ hat alles gestimmt. Wobei der...

Seelenmusik: Der Komponist Samuel Adler zu Gast bei „musica reanimata“. Foto: Hufner

Seelenmusik: Der Komponist Samuel Adler zu Gast bei „musica reanimata“

Man kann viel über neue Konzertformate nachdenken. Das ist gut. Man kann aber auch ganz einfach auf die Kraft der Sache und der Handlung setzen. Das Gesprächskonzert der Berliner Veranstaltungsreihe „musica reanimata“ am Donnerstag war so ein Glücksfall. In Person und Werk des amerikanisch-deutschen Komponisten Samuel Adler, mittlerweile 90 Jahre alt, wurde Musik- und...

Klänge in der Achtecksäule – Music for Hotel Bars, Part 1 (Mark Barden)

Es gibt ja momentan fast nichts, was nicht zum Konzertraum erklärbar wäre. Festivals finden in Turnhallen statt, Hallvernarrte gehen in die Kanalisation – und manche, man mag es kaum glauben, sogar noch in Konzertsäle. In der Tat, der Ton interessiert sich nicht in erster Linie für seine Umgebung, obwohl er erst durch sie in...

BVMI_ePaper_2017-21

[Cluster] Zwei Mio. für einen Star

Laut des aktuellen Berichts des Bundesverbandes Musikindustrie investieren die großen Plattenfirmen 500.000 bis 2 Millionen US-Dollar in den Aufbau eines Stars bis zu seinem Durchbruch. Stars werden gemacht. Unter anderem braucht man dazu zwar einen Künstler oder eine Künstlerin, aber in Bewegung und zum Erfolg führen ihn Tonmeister/-innen, Touren, Fotograf/-inn/-en und vor allem Promotion...

Kurz vor Redaktionsschluss verkündete der BVMI (im Bild: Geschäftsführer Florian Drücke) das Aus für den ECHO in seiner bisherigen Form. Foto: HufnerKurz vor Redaktionsschluss verkündete der BVMI (im Bild: Geschäftsführer Florian Drücke) das Aus für den ECHO in seiner bisherigen Form. Foto: Hufner

Kein Widerhall im schalltoten Raum – Die Krise des ECHO ist Zeichen einer Krise der Kultur

Auf den angeblich renommierten Preis der Musikindustrie unter dem Namen „ECHO“ prasselt gerade jede Menge Kritik ein. Da werden ECHOs zurückgegeben (Notos Quartet, Igor Levit, Marius Müller-Westernhagen, Chris­tian Thielemann, Daniel Barenboim), im ECHO-Beirat gibt es Rücktritte, auch Monika Rütters als Kulturstaatsministerin rügt die ECHO-Organisation für die Durchführung und Gestaltung des Preises. Selbst der Bundestagsausschuss...

Foto: Martin Hufner

Februar und April 1933: Ralph Benatzky

Ich bin voll auf Operette nun. Ein Buch über Kalman, das Tagebuch von Benatzky. Letzterer! Sehr gut zu lesen das Tagebuch. Natürlich für ‘mein’ Thema hochinteressant. Nach der Lektüre des nachstehenden Abschnitts sofort an Kraus gedacht, die „Dritte Walpurgisnacht.“ 1933, April. Na klar, sehen konnte niemand etwas, nicht wahr? Das ging erstaunlich schnell. Und...

Somewhere. Foto: Hufner

Wenn der Mensch sie will, kommt auch die Kunst [2005]

Das Thema „Musikvermittlung“ steht mittlerweile ununterbrochen auf der Agenda von Musikpädagogen, von Musikverbänden und musikalischen Institutionen. Anlässlich des 50. Geburtstages der neuen musikzeitung hatte man sogar eine Rubrik mit dem Titel „Musikvermittlung“ eingerichtet. Initiativen von Verbänden sind vielfältig, Orchester und Bühnen unternehmen unterschiedlichste Versuche, Musik zu vermitteln. Musik vermittelt wird freilich auch ohne diese...

Anhalten: Beethoven, Schubert, Wagner – Emanzipation des Stillstands

Manchmal gerät Musik an Stellen, da sie anhält. Aus dem Fluss heraus, manchmal auch, um eine Ende anzudeuten. Sie steht scheinbar auf der Stelle und muss haushalten mit wenig. Bei des vorgestrigen Hörlektüre fiel mir eine Stelle in Beethovens Klaviersonate op. 110 auf. Der letzte Satz besteht aus rezitativischen Teilen und agilen Fugatopassagen. An...

Inventar des Rundfunks sind seine Hörerinnen. Foto: Hufner

[Nachschlag:] Anrufung der ARD-Intendanten

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk in Deutschland hat es in den letzten Jahren nicht leicht gehabt. Seit Umstellung der GEZ-Gebühr auf den Rundfunkbeitrag ist potentiell mehr Geld in der Verteilungsmasse. Diese Einnahmen werden aber natürlich nicht einfach an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk ausgeschüttet. Abgerufen werden kann nur das, was man beantragt hat und was die KEF (die...

The Long Now. Foto: Martin Hufner

Im Nebel der Zeitlupe: „The Long Now“ bei der MaerzMusik 2018

Es ist jedes Jahr erneut beeindruckend: das Gebäude des Kraftwerks Berlin in Mitte. Schon lange Zeit nicht mehr in Betrieb und daher – bis auf eine funktionslose Schalterhalle – leergeräumt, wirkt sie wie eine Kathedrale der Industriekultur. Hier bildet die 29-stündige Performance „The Long Now“ seit ein paar Jahren den Abschluss der MaerzMusik. Es...

Mark Fell am Computer im Festspielhaus. Foto: Hufner

Parallelwelten mit Klang- und Zeitkratzern – Ein Abend bei MaerzMusik 2018

Abendfüllend war ein Konzert mit dem Ensemble Zeitkrater nebst Terre Thaemlitz und einer Performance von Mark Fell. Es hinterließ unseren Kritiker etwas verwirrt, so dass er sich in „Parallelwelten“ flüchtete. Man kann einen Abend auch besser füllen, meint Martin Hufner. Vorweg: Während Sie das hier lesen, tun Sie bitte etwas Vernünftiges: Geschirrspülen, ein Buch...

Als Grafiker gescheiterter Komponist.

[Cluster] Brotjob Komponistin

Der bekannte und für seine repetitive Musik berüchtigtes amerikanische Komponist Philip Glass hat kürzlich darauf hingewiesen, dass er Brotjobs zur Finanzierung seiner kompositorischen Arbeit nicht gescheut habe. Er habe als Taxifahrer, Klempner und Möbelpacker gearbeitet, daran hatte zunächst auch der Erfolg seiner Oper „Einstein on the beach“ nichts geändert. Er musste 42 Jahre werden...

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