Jean Paul Bourelly: news from a darked out room

Jean Paul Bourelly: news from a darked out room phonector

Jean Paul Bourelly: news from a darked out room. phonector

Ich habe lange darauf gewartet, mich endlich zu diesem eigenartigen Album äußern zu können. Vom Cover her genau das gleiche und das Gegenteil von dem der Malene. Was würde der geneigte Leser denken, dass jetzt für Musik käme? Na, es ist hier ein Mann im Solo mit seiner Gitarre, der dann gelegentlich sich auch noch mit Worten dazu ergießt. Und doch ist es hier etwas ganz anderes als bei Malene oder Silje Nergaard. Es ist eine in sich gekapselte, fast depressive Musik. Man wird nicht eine virtuose Flamenco-Sache hören, sondern viel zu durchsichtige Musik.

Dagegen steht eigentlich nur die aufnahmetechnische Tatsache, dass man zu dicht mikrofoniert hat. Jedes Schleifen über die Gitarrensaiten ist überdeutlich zu vernehmen. Fast nährt es den Verdacht, dies sei gesamplet, so sichselbstähnlich klingt das. Mir fällt es schwer, dieses Album einzunorden. Ist es affektiert? Ist es eigenartig? Vielleicht ist es auch nur ulkig – diesem Mann in seinem Bette mit der Zigarre zuzuhören. In jedem Fall ist es nicht Null Acht Fuffzehn, diese Musik und das nötigt mir geradezu Respekt ab. Dieses undurchschaubere Gewabere auf Gitarren-Saiten.

Was man sich von dieser Cover-Art eigentlich erwartet hat, ist mir ein tiefes Geheimnis und verschlossen.

Jean Paul Bourelly: news from a darked out room
phonector [Hörbeispiele]

Martin Hufner

Musikjournalist, Lektor, Fotograf.

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