[Rez] Bernd Begemann: endlich

Bernd Begemann: endlich

Bernd Begemann: endlich

Das neueste Werk aus der Feder des elektrischen Liedermachers Bernd Begemann. Es ist voller Liebeslieder, die alle im Vergleich zu früheren Liedern dieser Art weniger ab- und hintergründig sind, auch weniger ironische Haltung ist mit dabei. Von der Art der Arrangements her, zielt dieses Album von 11 Tracks (Gesamtdauer: knapp 47 Minuten) auf den Popmarkt. Am Anfang war ich darüber doch sehr enttäuscht, zumal es in manchem Lied jenen unsäglichen Rumsti-Schlagzeug-Stil gibt, mit dem in der Popmusik vor allem alte Stücke neu vercovert werden oder auch Stücke aus de E-Musik eingepoppt werden. Das wirkt sich unangenehm aus in Stücken wie „Du gehst so zärtlich“, welches dann auch noch irgendwie in manchen Einschüben an alte Prince-Arrangements erinnert – nur weniger kunstvoll. Und „Claudia” fängt an wie ein Stück von Guildo Horn.

Die Platte hinterlässt einen wirklich zwiespältigen Eindruck und die Bilder im Booklet mögen die Ahnung steigen lassen, es handele sich um ein abgeklärtes Spätwerk. Wie auch immer, man kann sich daran gewöhnen und mit der Zeit und mehrfacher akustischer Penetration wirkt sie langsam besser: wie fürs akustische Schmusen gemacht.

Bernd Begemann: endlich
Indigo 2536-2


Martin Hufner

Musikjournalist, Lektor, Fotograf.

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