Lenin (in Granit 1991)

Vorbei, Aus, Weg!– Lange schon. Stein vor Stein. Damals eine Demonstration gegen den Abriss des Lenin-Denkmals. Es half nichts – aber es war eine Erfahrung und jetzt ist es eine Erinnerung.

Lenin-Denkmal in Berlin. Foto: Hufner

Lenin-Denkmal in Berlin. Foto: Hufner

In einem Brief des deutschen Soldaten Robert Rupp an seine Frau vom 22. November 1941 heißt es: ‚Hier hat auch vor den traurigsten Bildern das Weinen keinen Sinn, und das ‚Mitleid‘ ist gemein, wenn es an die Stelle von Hilfe und Tat tritt. Es wächst das Gefühl der menschlichen Armut und der menschheitlichen Schuld, die in jedem einzelnen wurzelt. Eine tiefe Scham wächst. Manchmal schäme ich mich sogar, geliebt zu werden‘. Noch während die 7. Symphonie von Schostakowitsch gespielt wurde, beschloß die Bezirksverordnetenversammlung des Berliner Stadtbezirkes Friedrichshain mit 40 gegen 33 Stimmen – gegen den Willen der Mehrheit der Bevölkerung von Friedrichshain – die Entfernung des 19 Meter hohen Lenindenkmals vom Leninplatz. … (21.9.1991, Gießener Anzeiger)

Nachzutragen: Der Platz heißt seit 1992 neu: Platz der Vereinten Nationen.

Martin Hufner

Musikjournalist, Lektor, Fotograf.

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