Markiert: Berlin

Splitter Orchester und Felix Kubin eröffnen „Monat der zeitgenössischen Musik“

Der Monat der zeitgenössischen Musik wurde am Freitag mit einem Konzert des Spitter Ochesters Berlin und mit dem Live-Elektroniker Felix Kubin stilvoll im Berliner Heimathafen (Neukölln) eröffnet. Eröffnet ist dabei durchaus auch im übertragenen Sinn korrekt. Es war ein Konzert mit vielen offenen ästhetischen Ansätzen und daher in der Lage, ein Feld von Möglichkeiten...

Jakob Ullmann. Hinter der offenen Tür. Foto: Hufner

Bittere Leisigkeit: Jakob Ullmanns „Horos Metéoros“ in Berlin

Eine Oper ohne Szene, eine Oper ohne Musikerinnen – die Bühne leer, die Musikerinnen absent, wie soll das gehen? Kann das einen Sinn ergeben? Es kann. Man muss nur dieser an sich absurden Situation den entsprechenden Stoff vorlagern. Man muss die Dinge immer aus ihrem Urgrund entwickeln. Nicht sollte als selbstverständlich abschnurren. Wenn eine...

„,Atonale‘ Musik für alle“ – Musikalische Aktion in Berlin, paradox

Im Prinzip ist die Sache ganz einfach. Vor einiger Zeit kündigte die Deutsche Bahn an, mittels Musikeinsatzes für einen geräumten Platz an der S-Bahn-Station Hermannstraße in Berlin sorgen zu wollen. Obdachlose und Junkies stören das Bild einer sicheren und sauberen Stadt, so die Begründung. An eine Art Vergrämungsmusik war dabei gedacht. Bisherige musikalische Versuche...

Kirche zum Heilsbronnen, Portal. Foto: Hufner

Mehr als ein Symbol: Maximilian Marcolls „Adhan“ in Berlin

Alle etwa 20 Minuten setzt sich der Organist Thomas Noll auf die Orgelbank. Zwischen 18 und 22 Uhr erklingt Maximilian Marcolls Komposition „Adhan“ in einer speziellen Innenraumfassung in der Kirche zum Heilsbronnen in Berlin-Schöneberg. Ursprünglich war es für eine Aufführung vor zwei Jahren mit dem Carillon im Berliner Tiergarten vorgesehen. Aber das Stück „funktioniert“...

Jazzfest Berlin 2016 - Präludium. Eve Risser. Foto: Hufner

Plastisches Rauschen, offene Fragen: antwortlos – Das Präludium zum Jazzfest Berlin 2016

Ab 1. November geht es mit einer erweiterten Fassung beim Jazzfest Berlin 2016 los. Es wird durch die Kulturstaatsministerin Monika Grütters eröffnet werden. Ein Zeichen des Bekenntnisses zum musikalischen Genre „Jazz“ von hoher bundespolitischer Bedeutung. Darauf wies Thomas Oberender, der Intendant der veranstaltenden Berliner Festspiele hin. Der Musikjournalist Ulf Drechsel besprach im Anschluss mit...

Musik für drei Streicher. Foto: Hufner

Die Quadratur der Kammermusik – Das Berliner „Solistenensemble Kaleidoskop“ wird 10 Jahre

Finest String-Concerts since 2006, nicht nur mit diesem Slogan, sondern mit einem Logo, bei dem der Corpus eines Streichinstruments in den Lauf einer Pistole übergeht, wirbt das „Solistenensemble Kaleidoskop“ für sich und seine Arbeit. Heiliger Ernst mit Knalleffekt. Dieses Jahr feiert man das 10-jährige Bestehen. Seit seiner Gründung besteht das Ensemble aus 15 Streicherinnen...

The Long Now. Foto: Hufner

Maerzmusik 2016: The Long Wow – Kathedrale des Jetzt

Man kann sich der Atmosphäre und Wirkung nicht entziehen, die das Gebäude der Abschlussveranstaltung der Maerzmusik 2016 ausübt. Zum 30-stündigen Programm gehört das stillgelegte und entkernte Kraftwerk in Berlins Mitte. So ist es ein Beispiel für die Architektur aus der Hochbetonik. Darin fühlt sich nicht nur jede Musik wohl, sondern auch das Publikum. Rezensent...

MaerzMusik 2015 - Liquid Room © HuPe-kollektiv

Zähflüssiger Raum – Das Eröffnungskonzert der MaerzMusik 2015

Der neue künstlerische Leiter der MaerzMusik, Berno Odo Polzer, hat einiges vor in seinem ersten Jahr vor Ort. In der wortreichen Pressekonferenz vor einer Woche versprach er, dass jedes Konzert ein eigenes Ereignis werden würde, dass es keine Zufälligkeiten in der Zusammenstellung geben werde, in der Not Ratgeber gewesen wäre. Angefangen von „Liquid Room“...

Holger Noltze bei der Vorstellung seines Buches "Die Leichtigkeitslüge". Foto: Hufner

Von der Ausrollung eines fliegenden Teppichs in Berlin

„Du bist verrückt mein Kind, du musst nach Berlin; wo die Verrückten sind, ja da muss’te hin“. Und so ist Berlin voll mit Menschen und Verrückten. In so einen Haufen von Neue-Musik-Verrückten hat die Berliner Gesellschaft für Neue Musik (BGNM) den Autoren des Buches „Die Leichtigkeitslüge“, Holger Noltze zum Gespräch geladen. Neue Musik gilt...

Wer spielt Neue Musik zuerst? Foto und Montage: Martin Hufner

Schafft das Marketing seinen Gegenstand ab? – Der Berliner Senat will der Neuen Musik Gutes tun und bewirkt Schlechtes

Als besonders giftig erweisen sich mehr und mehr Geschenke, die nur unter der Bedingung gewährt werden, dass sich jemand findet, der etwas mitschenkt – im ordentlichen wirtschaftsdeutsch nennt man das vornehm „Gegenfinanzierung“. Neu ist die Spielart, dass selbst die Gegenfinanzierung noch gegenfinanziert werden muss. In Berlin etwa will die Senatskanzlei für den Haushalt 2009 einen...

Das Keller Quartett 2006. Foto: Hufner

Vogel-, Dankgesang und Espressivo

Konzert des Keller-Quartetts mit Werken von Kurtág, Bartók und Beethoven. Aus der Südkurve, berichtet von unserem Korrespondenten Huflaikhan. Das Streichquartett ist diejenige musikalische Gattung, die mir eindeutig die größten Respekt abverlangt. In der Südkurve des Saales sitzend, war ich zudem dicht dran — sehr dicht. Man muss es noch einmal ausdrücklich erwähnen. Ein Musikinstrument...

Lenin-Denkmal in Berlin. Foto: Hufner

Lenin (in Granit 1991)

Vorbei, Aus, Weg!– Lange schon. Stein vor Stein. Damals eine Demonstration gegen den Abriss des Lenin-Denkmals. Es half nichts – aber es war eine Erfahrung und jetzt ist es eine Erinnerung. In einem Brief des deutschen Soldaten Robert Rupp an seine Frau vom 22. November 1941 heißt es: ‚Hier hat auch vor den traurigsten...

Vergrößerte Darstellung. KULT. Foto: Hufner

Kult (Seife – Berlin)

Berlin. Tauroggener Straße 1993. Sie galt einmal als die kleine Wilmersdorfer Straße. Die Wilmersdorfer kreuzt die Kant-Straße. In ihr kann man Einkaufen gehen. Die Tauroggener liegt Nähe Mierendorff-Platz und Schloss Charlottenburg, wurde früher von einigen Elektrischen befahren. Das ist alles längst vorbei. Den Charakter einer ehemaligen Einkaufsstraße kann man nur noch erahnen. In der...

Selfie. Foto: Martin Hufner

Blick aus dem Grab

Wien: In Nader Mashayekhis Oper „Malakut“ (Libretto: Andrea Zschunke) ist das Publikum unterhalb der Bühne positioniert. Es beobachtet aus den Gräbern heraus das Geschehen an der Erdoberfläche. Es ist zugig. Dort geht ein Endzeitdrama ab, das fast alle Beteiligten in den Tod reißt. Berlin: Musikbox vor dem Konzerthaus. Gegen einen kleinen Obolus von einer Mark...

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